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UN bestätigt den 21. März: Welttag der Menschen mit Down-Syndrom PDF Drucken E-Mail

Aufklärungs-Kampagne will Diskussion über Pränatal-Diagnostik anregen

Der 21. März wurde kürzlich von den Vereinten Nationen (UN) offiziell zum Welt-Down-Syndrom-Tag (WDST) ausgerufen.  Es handelt sich hierbei nicht nur um eine amtliche Geste. Menschen mit Trisomie 21, ihre Angehörigen und Freunde sehen darin einen großen Fortschritt. Sie versprechen sich davon mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit und Anerkennung ihrer Würde und Rechte.

 

Aus diesem Anlass wird die Lebenshilfe Bruchsal-Bretten am 21. März bei einem Infostand auf dem Bruchsaler Marktplatz, von 9-13 Uhr, präsent sein: Dort wird Fachpersonal des gemeinnützigen Vereins für Menschen mit Behinderungen über das Thema Trisomie 21 informieren. Zudem berichten Eltern von Kindern mit Down-Syndrom über ihre Erfahrungen und beantworten Fragen zu diesem Thema – auch Infomaterial liegt für alle Interessierten bereit. Als kleine Stärkung werden Waffeln gebacken. Zusätzliche Bedeutung bekommt der Tag durch die Vermarktung eines neuartigen Bluttests der Konstanzer Firma LifeCodexx. Er soll im zweiten Quartal 2012 für Schwangere anwendungsbereit sein. Anders als die Fruchtwasseruntersuchung gefährdet der PraenaTestTM das Leben der Frau und des Ungeborenen nicht und darf daher mit einer weit verbreiteten Anwendung rechnen: Für die Diagnose genügt eine Abnahme des mütterlichen Bluts. Dass diese Methode zur Erkennung von Trisomie 21 vorgesehen ist, macht nur eine Minderheit hellhörig. Die gesellschaftlichen und individuellen Folgen dieser Untersuchung bezüglich des Lebensrechts von Ungeborenen mit Trisomie 21 können in ihrem Umfang nur erahnt werden. Peter Hafner, Hauptgeschäftsführer der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten, befürchtet, dass als Folge der Testverfahren immer weniger Menschen mit Down-Syndrom geboren werden. „Dies wird unsere Gesellschaft, zu der die Vielfalt menschlichen Lebens gehört, wesentlich ärmer machen. Jeden, der dies bezweifelt, lade ich herzlich ein, uns zu besuchen oder an der zentralen Faschingsfeier der Lebenshilfe teilzunehmen. Dort erlebt man Herzlichkeit, Begeisterung und eine ansteckende Lebensfreude.“


Rechtzeitig zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2012 startet das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter nun eine Aufklärungs-Kampagne: Die Postkarte „unzumutbar?“ will zur öffentlichen Diskussion über die Pränatal-Diagnostik anregen. Der Wunsch der Menschen mit Trisomie 21 soll in jedem Fall durch den Welt-Down- Syndrom-Tag 2012 einer breiten Öffentlichkeit nahe gebracht werden: Nehmt uns wahr, wir sind da! Wir gehören dazu – im Kindergarten, in der Schule, im öffentlichen Raum. Wir wollen spielen und lernen, als Erwachsene wollen wir arbeiten, weil wir vieles können. Fragt euch nicht nur, wie uns geholfen werden kann. Wir haben euch auch etwas zu geben!

 
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